Lhasa-Bahn, Eisenbahnlinie zwischen Xining und Lhasa, China.
Die Qingzang-Bahn ist eine 1956 Kilometer lange Eisenbahnlinie zwischen Xining und Lhasa in China, die durch Gebirge und Hochebenen führt. Die Strecke überquert mehrere Pässe und durchquert weite, baumarme Landschaften, wobei Brücken und Tunnel die extremen Höhenunterschiede ausgleichen.
Der erste Abschnitt von Xining nach Golmud wurde 1984 eröffnet und diente zunächst dem Transport innerhalb der Provinz Qinghai. Die Verlängerung nach Lhasa nahm am 1. Juli 2006 den Betrieb auf und stellte die erste direkte Schienenverbindung in die tibetische Hauptstadt her.
Der Name Qingzang verbindet die Abkürzungen für Qinghai und Tibet und zeigt die Brückenfunktion dieser Bahnlinie. Reisende nutzen die Verbindung heute sowohl für Pilgerfahrten als auch für Geschäftsreisen, wobei die Waggons mit besonderen Fenstern ausgestattet sind, die den Blick auf die Hochlandschaft freigeben.
Die Züge fahren langsamer als im Flachland, um die Anpassung an die Höhe zu erleichtern, und bieten Sauerstoffversorgung in den Waggons. Warme Kleidung ist auch im Sommer ratsam, da die Temperatur auf der Hochebene oft unter dem Gefrierpunkt bleibt.
Die Tanggula-Station liegt auf 5068 Metern über dem Meeresspiegel und ist damit der höchstgelegene Bahnhof der Welt. Etwa die Hälfte der Strecke verläuft über Permafrostboden, weshalb spezielle Kühlsysteme unter den Gleisen installiert wurden, um ein Auftauen zu verhindern.
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