Victoria Harbour, Naturhafen zwischen der Insel Hongkong und der Halbinsel Kowloon, China
Victoria Harbour ist ein natürlicher Hafen zwischen Hong Kong Island und der Kowloon-Halbinsel in China, dessen tiefe Gewässer sich über mehr als 3 Kilometer erstrecken und eine zentrale Wasserstraße bilden. Der Hafen verbindet zwei dicht besiedelte Küsten, die von Hochhäusern gesäumt sind und wo tausende Schiffe täglich zwischen den Terminals und Anlegestellen hin und her fahren.
Die East India Company führte 1810 die erste detaillierte Kartierung des Hafens durch, um sein Potenzial für den Seehandel zu bewerten. Das Gebiet wurde zu einem wichtigen britischen Marinestützpunkt nach 1841 und blieb bis zur Rückgabe der Souveränität an China 1997 ein strategischer Ankerplatz.
Der Name ehrt Königin Victoria aus dem 19. Jahrhundert, und Besucher bemerken überall entlang der Ufer die Vermischung alter chinesischer Dschunken mit zeitgenössischen Schnellbooten, die über das Wasser gleiten. Lokale Fischer verkaufen früh am Morgen ihren Fang an den Kais, während Pendler auf Fähren steigen, die seit über einem Jahrhundert dieselben Routen befahren.
Drei Unterwassertunnel und vier Metrolinien verbinden die Insel mit dem Festland, sodass Besucher problemlos zwischen beiden Seiten wechseln können. Die beste Zeit für einen Besuch ist der frühe Abend, wenn das Tageslicht schwindet und die Lichter an den Ufern zu leuchten beginnen.
Das Hafenbecken verarbeitet über 220.000 Schiffe pro Jahr durch sein Kwai Chung Container Terminal und gehört damit zu den verkehrsreichsten Häfen weltweit. Trotz dieser enormen Aktivität schwimmen immer noch traditionelle Hausboote in ruhigeren Ecken, wo Familien seit Generationen auf dem Wasser leben.
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