Mutianyu, Abschnitt der Großen Mauer im Bezirk Huairou, China
Mutianyu ist ein befestigter Abschnitt entlang bewaldeter Bergkämme nördlich von Peking, der sich über mehrere Kilometer durch hügeliges Gelände windet. Die Steinmauern folgen den natürlichen Höhenlinien und verbinden Wachtürme, die als Ruhepunkte auf dem Weg dienen.
Die ersten Befestigungen entstanden im 6. Jahrhundert während der Nördlichen Qi-Dynastie zur Sicherung der nördlichen Grenzgebiete. Spätere Erweiterungen erfolgten in der Ming-Zeit, als der Abschnitt als Teil der Verteidigungslinie gegen Invasionen ausgebaut wurde.
Die Wachtürme zeigen zweistöckige Konstruktionen mit geschwungenen Dächern, die sich harmonisch in die Waldlandschaft einfügen. Besucher erleben den Wechsel zwischen steilen Anstiegen und ebenen Abschnitten, der das Gehen zu einem körperlich spürbaren Erlebnis macht.
Der Einstieg erfolgt über eine Seilbahn oder einen Sessellift, wobei der Abstieg auch mit einer Rodelbahn möglich ist. Die Wege auf der Mauer sind teilweise uneben und erfordern festes Schuhwerk und eine gewisse Ausdauer für längere Abschnitte.
Die verwendeten Granitblöcke verleihen den Mauern eine hellgraue Tönung, die bei wechselndem Licht anders wirkt als anderswo. An einigen Stellen wachsen Kiefern direkt aus den Steinfugen und bilden kleine grüne Inseln auf dem alten Bauwerk.
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