Pauluskirche, Religiöse Ruinen in Santo António, Macau.
Die Ruinen von São Paulo sind die verbliebene Steinfassade einer früheren Kirche in Santo António, Macau. Der aufrecht stehende Teil zeigt vier Stockwerke mit gemeißelten Figuren, Säulen und Reliefs, die Szenen aus biblischen Erzählungen darstellen.
Jesuiten gründeten hier ab 1602 ein Kolleg mit angeschlossener Kirche, das mehr als zwei Jahrhunderte bestand. Ein Feuer vernichtete 1835 nahezu das gesamte Gebäude, nur die Fassade aus Stein blieb erhalten.
Das Bauwerk vereint Merkmale europäischer Renaissance mit Motiven aus China, etwa Marienbildnisse neben Pfingstrosenschnitzereien. Diese Mischung entstand durch die Zusammenarbeit lokaler Handwerker mit europäischen Architekten während der Entstehungszeit.
Die Fassade erreicht man über eine breite Steintreppe, die vom Platz unterhalb hinaufführt. Die Krypta darunter zeigt religiöse Gegenstände und bleibt auch bei großem Besucherandrang zugänglich.
In den unteren Steinreliefs erscheinen chinesische Schriftzeichen neben christlichen Heiligenfiguren, darunter eine Inschrift über der mittleren Nische. Ein kleiner Eingang hinter der Fassade führt zu Überresten der Grundmauern, die noch sichtbar sind.
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