Nanhaizi park, Naturpark im Stadtteil Jiugong, Peking, China.
Nanhaizi Park ist ein Naturpark in der Nähe von Beijing mit Feuchtgebieten und Seen, wo Milu-Hirsche in großzügigen geschützten Bereichen mit doppelten Zäunen gehalten werden. Die Anlage erstreckt sich über mehrere miteinander verbundene Wasserflächen und bietet Besuchern verschiedene Wege, um die Tiere aus unterschiedlichen Perspektiven zu beobachten.
Das Gelände war während der Ming- und Qing-Dynastien ein königliches Jagdrevier, bis Überschwemmungen und der Boxeraufstand um 1895 zum Aussterben der einheimischen Hirsche führten. Nach etwa 90 Jahren wurden Tiere aus europäischen Sammlungen zurück nach China gebracht, um die Art hier wiederherzustellen.
Der Park ist ein Ort, wo Besucher die seltenen Milu-Hirsche in ihrer natürlichen Umgebung beobachten können, was für viele Menschen eine Verbindung zur chinesischen Natur und zum Naturschutz schafft. Die Anlagen zeigen, wie wichtig es für die lokale Bevölkerung ist, diese besonderen Tiere zu schützen und kommenden Generationen zu bewahren.
Das Park verfügt über mehrere Eingänge, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbunden sind, sowie Annehmlichkeiten wie Toiletten und Trinwasserstationen für Besucher. Tretboote können auf den Seen gemietet werden, was eine angenehme Möglichkeit bietet, das Gelände vom Wasser aus zu erkunden.
Die Hirsche hier sind Nachkommen von Exemplaren, die aus europäischen Zoos wie Woburn Abbey stammen und deren Rückkehr nach China eine bemerkenswerte Geschichte der internationalen Zusammenarbeit bei der Tierrettung darstellt. Besucher erleben so eine lebende Verbindung zu einem fast vergessenen Kapitel der chinesischen Naturgeschichte.
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