Hua'e Tulou, Tulou im Kreis Dabu, China
Das Hua'e Tulou ist ein kreisrundes Hakka-Wohnhaus aus Stampflehm und Holz, 1608 in Lianfeng, Dadong, Kreis Dabu errichtet. Es ist 11,9 m hoch und umfasst 210 Räume in drei konzentrischen Ringen (30, 60 und 120); die Mauern sind unten 2 m und oben 1,3 m dick. Ein einziges, granitgerahmtes und eisenbeschlagenes Tor öffnet sich zu einem 283,4 m² großen kopfsteingepflasterten Hof mit einem 3 m großen Münzmotiv.
Der Hua'e Tulou wurde 1608, im 36. Jahr der Wanli-Regierungszeit der Ming-Dynastie, erbaut und beherbergte die Familie Lin. 2002 wurde er als Provinzdenkmal von Guangdong eingestuft, 2019 als national bedeutende historische und kulturelle Stätte unter Schutz gestellt.
Der Name stammt aus einer Zeile des Shijing, die „Blüten und Kelch leuchten gemeinsam“ bedeutet – ein Wunsch nach Eintracht unter Brüdern; hier lebte die Familie Lin. Der mit Kieseln gepflasterte Hof von 283,4 m² trägt ein 3 m großes Münzmotiv für Wohlstand; ein Brunnen und Reisstampfgeräte sind erhalten.
Die dicken Lehmwände halten die Temperatur das ganze Jahr über konstant, sodass man sich ohne modernes Klimasystem angenehm fühlt. Beim Erkunden sollte man sich Zeit nehmen, um die verschiedenen Ebenen und Räume zu durchlaufen und zu verstehen, wie der Platz strukturiert ist.
Das Gebäude war defensiv ausgelegt mit nur einem Eingang, verstärkten Holztüren und Schießscharten in den oberen Geschossen. Diese Merkmale zeigen, wie die Bewohner ihre Sicherheit durch Architektur schafften.
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