Emperor Guan Temple on Nathan Road, Mong Kok, Chinesischer Schrein in Mong Kok, Hongkong.
Der Tempel des Kaisers Guan auf der Nathan Road war ein kleines provisorisches Heiligtum, das Teilnehmer von Occupy Mong Kok am 9. Oktober 2014 in der besetzten Zone auf der Nathan Road errichteten. Es bestand aus einer Guan-Yu-Statue hinter Barrikaden, mit Opfergaben und Weihrauch, eingerichtet von einer Arbeiterin namens „Agu“, die über 1.000 Hongkong-Dollar für die Statue und die Ausstattung ausgab. Es wurde bei der polizeilichen Räumung am 26. November 2014 zerstört.
Der Tempel ehrt Guan Yu, einen Feldherrn aus der Zeit der Drei Reiche, der zum Symbol für Loyalität und Gerechtigkeit in der chinesischen Kultur wurde. Seine Verehrung in diesem Hongkonger Heiligtum verbindet antike chinesische Geschichte mit der modernen religiösen Praxis der Stadt.
Der Tempel ist ein Ort, wo Gläubige Räucherstäbchen anzünden und Opfergaben darbringen, um ihre Gebete und Wünsche auszudrücken. Diese alltäglichen Handlungen zeigen, wie Guan Yu in der heutigen Stadtkultur Hongkongs weiterhin als Schutzfigur verehrt wird.
Der Schrein stand innerhalb der besetzten Zone auf der Nathan Road an der Kreuzung mit der Argyle Street, nicht an einer festen Adresse. Er war ein behelfsmäßiger Altar aus Barrikaden und Opfergaben ohne Öffnungszeiten; er bestand vom 9. Oktober bis 26. November 2014. Am 13. Oktober blockierte die Polizei kurzzeitig den Zugang, und am 28. Oktober warnten Feuerwehrleute, dass die Barrikaden neben der Statue eine Brandgefahr darstellten.
Das Heiligtum spielte eine überraschende Rolle während der Hongkonger Proteste von 2014, als Menschen dort Zuflucht suchten. Diese unerwartete Funktion zeigte, wie religiöse Orte in Zeiten großer Veränderungen zu Anlaufstellen für persönliche und gemeinschaftliche Unterstützung werden.
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