Thousand Buddhas Cliff, Buddhistisches Höhlenheiligtum im Landkreis Jiajiang, China.
Das Felsenheiligtum erstreckt sich über 63 Meter in die Länge und beherbergt über 210 geschnitzte buddhistische Statuen, begleitet von 43 Steininschriften aus verschiedenen Epochen. Die Stätte umfasst vier separate Höhlen, benannt Longquan, Jile, Qianlou und Luzu, von denen jede unterschiedliche architektonische und künstlerische Merkmale aufweist.
Die erste Buddhafigur wurde 619 n. Chr. vom Mönch Sha Dong geschaffen, danach fügte Mönch Ming De nach einem 25-jährigen Abstand weitere Schnitzereien hinzu. Diese Ausdauer über Generationen hinweg prägte das Erscheinungsbild des Heiligtums bis heute.
Die Schnitzereien zeigen Darstellungen von Adligen, darunter die Prinzessin Nanping, Tochter von Kaiser Taizong, und ihr Ehemann Liu Xuanyi. Diese Figuren verdeutlichen die enge Verbindung zwischen weltlicher Macht und religiöser Kunst, die Besucher in den Details der Steinarbeiten erkennen können.
Das Gelände erfordert Wanderungen über unebenes Terrain mit Stufen und erfordert angemessenes Schuhwerk und etwas Ausdauer. Besucher sollten mit ausreichend Zeit rechnen, um alle vier Höhlen gründlich zu erkunden.
Die Schnitzereien wurden während einer Zeit geschaffen, in der die Tang-Dynastie offiziell den Taoismus gegenüber dem Buddhismus bevorzugte. Dies machte das Heiligtum zu einer zeugnisstarken Manifestation von privatem religiösen Glauben, der sich gegen die staatliche Orthodoxie behauptete.
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