Bianyuzhou-Jangtse-Brücke, Eisenbahn-Schrägseilbrücke im Kreis Huangmei und im Bezirk Chaisang, China.
Die Bianyuzhou-Jangtse-Brücke ist eine viergleisige Eisenbahn-Schrägseilbrücke zwischen dem Kreis Huangmei in Hubei und dem Bezirk Chaisang von Jiujiang. Der 1.320 m lange Hauptüberbau ruht auf zwei 242 m hohen, H-förmigen Betonpylonen; die 672 m weite Schrägseilöffnung verbindet einen 1.060 m langen Stahlhohlkasten mit einem 262 m langen Betonhohlkasten.
Die geologischen Untersuchungen für die Pylonfundamente begannen im März 2015, und das Stahlrohrpfahl-Fundament des Nordpylons war Ende 2017 fertig. Der Hauptüberbau wurde im Juni 2021 geschlossen, und die Brücke ging am 30. Dezember 2021 mit der Schnellfahrstrecke Anjiu in Betrieb. Ihr 5. Pylon, 242 m hoch, erforderte Pfahlbohrungen bis 110 m Tiefe, die tiefsten im chinesischen Hochgeschwindigkeitsbahnbau.
Die Brücke trägt die Schnellfahrstrecke Peking–Hongkong und eine parallel verlaufende konventionelle Strecke, die am 30. Dezember 2021 mit der Schnellfahrstrecke Anjiu in Betrieb gingen. Ihren Namen hat sie von der Brillinsel (Bianyu, „Brachsen-Insel“) im oberen Jangtse-Abschnitt bei Jiujiang, die der Viadukt zwischen den beiden Schrägseilabschnitten überquert.
Die Brücke trägt ausschließlich Gleise und ist weder zu Fuß noch mit dem Auto zu überqueren; Ausblicke ergeben sich von den Ufern und von der Jiujiang-Jangtse-Autobahnbrücke etwa 5,3 km flussabwärts. Die Hauptöffnung überspannt die Fahrrinne mit 24 m Durchfahrtshöhe und 672 m zwischen den beiden Pylonen, sodass sich das Bauwerk besser aus der Entfernung erfassen lässt.
Die 672 Meter weite Hauptöffnung ruht auf zwei H-förmigen Betonpylonen, und die Brücke ist die erste in China mit gekreuzten Schrägseilen, was die begrenzte Steifigkeit des langen stählernen Hohlkastenträgers ausgleicht. Der Überbau trägt vier Gleise: zwei für den Personenverkehr und zwei für den Güterverkehr.
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