Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Bibliothek der Aufklärung bis zur Spätromantik in Weimar
Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek ist ein Forschungsinstitut und Kulturdenkmal in Weimar mit Sammlungen von über einer Million Bänden, von denen etwa 150.000 der Öffentlichkeit zugänglich sind. Das Gebäude verbindet das historische Grüne Schloss aus dem 16. Jahrhundert mit modernen Flügeln und beherbergt seltene Werke wie 10.000 Shakespeare-Bände und eine Luther-Bibel aus dem 16. Jahrhundert.
Die Sammlung wurde Ende des 17. Jahrhunderts gegründet und entwickelte sich durch die Beiträge von Adelsfamilien und Gelehrten weiter, bis die Herzogin Anna Amalia sie Mitte des 18. Jahrhunderts in eine öffentliche Bildungsstätte umwandelte. Johann Wolfgang von Goethe wirkte über 30 Jahre dort und prägte die Sammlung nachhaltig, bevor ein Brand 2004 großen Schaden anrichtete und umfangreiche Restaurierungen bis 2015 erforderlich machten.
Der Name der Bibliothek erinnert an die Herzogin, die sie zur kulturellen Stätte umgestaltete und Schriftsteller wie Wieland anzog. Im Inneren spüren Besucher noch heute die Verbindung zur Weimarer Literaturszene durch die Präsenz dieser historischen Persönlichkeiten und ihre hinterlassenen Werke.
Das Gebäude ist mit Rampen und Fahrstühlen ausgestattet, sodass Besucher mit Mobilitätseinschränkungen alle Räume erreichen können, einschließlich barrierefreier Sanitäranlagen. Es wird empfohlen, den Besuch für mehrere Stunden einzuplanen und vorher die Öffnungszeiten zu prüfen, um geführte Touren nutzen zu können.
Besucher übersehen oft, dass die Sammlung eine der weltweit größten Shakespeare-Sammlungen mit etwa 10.000 Bänden beherbergt und damit ein Schatz für Literaturliebhaber aus aller Welt darstellt. Diese außergewöhnliche Kollektion entstand durch die Beiträge früher Sammler und macht den Ort zu einem verborgenen Juwel für Shakespeare-Fans.
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