Chiemsee, Süßwassersee in Bayern, Deutschland
Chiemsee ist ein Süßwassersee in Bayern zwischen München und Salzburg, umgeben von flachen Ufern und den Chiemgauer Alpen im Süden. Das Wasser erreicht eine Tiefe von über 70 Metern (230 Fuß) und erstreckt sich über mehrere Kilometer mit Blick auf sanfte Hügel und bewaldete Ufer.
Gletscher formten das Becken während der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren und hinterließen eine tiefe Vertiefung in der Landschaft. Im Mittelalter entstanden Klöster auf den Inseln, die bis heute bewohnt sind und den See zu einem religiösen und kulturellen Zentrum machten.
Der Name stammt vom lateinischen lacus Chiemsee und wird oft als bayerisches Meer bezeichnet, ein Begriff den Einheimische heute noch verwenden. Auf dem Wasser bewegen sich Segelboote und kleine Fähren zwischen den bewaldeten Ufern und den drei bewohnten Inseln.
Boote fahren regelmäßig von mehreren Anlegestellen rund um den See und verbinden die Inseln mit dem Festland. Die wärmeren Monate zwischen Frühling und Herbst eignen sich am besten zum Schwimmen, Wandern entlang der Ufer oder Segeln auf dem offenen Wasser.
Fraueninsel beherbergt ein Benediktinerinnenkloster aus dem Jahr 782, in dem bis heute Nonnen leben und arbeiten. Die Klosterkirche aus dem 15. Jahrhundert steht zwischen alten Gärten, in denen die Nonnen Kräuter für Liköre und Marzipan anbauen.
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