Kreisgrabenanlage Dresden-Nickern, Neolithische archäologische Stätte in Dresden, Deutschland.
Die Kreisgrabenanlage Dresden-Nickern ist eine steinzeitliche archäologische Stätte mit vier runden Eingrabungen, die konzentrische Gräben enthalten. Die Gräben umschließen Flächen von etwa 50 bis 140 Metern Durchmesser und liegen alle innerhalb eines Kilometer breiten Gebietes.
Die Anlage stammt aus den Jahren 4800 bis 4600 v.Chr. und gehört zur Kultur der Linearbandkeramik, einer der frühesten bäuerlichen Kulturen Europas. Diese Zeit markiert den Übergang von Jäger- und Sammlergesellschaften zu sesshaften Bauern in Mitteleuropa.
Die Keramikfiguren und Werkzeuge, die hier gefunden wurden, zeigen, wie die frühen Bewohner täglich lebten und arbeiteten. Man kann an den Informationstafeln entlang des Weges sehen, welche Gegenstände sie benutzten und wie sie ihre Häuser bauten.
Der Ort ist über einen Wanderpfad entlang des Geberbaches erreichbar, wo elf Informationstafeln Erklärungen bieten. Der Weg ist zu Fuß leicht begehbar und die Tafeln helfen, die kreisförmigen Strukturen und ihre Bedeutung zu verstehen.
Vier kreisförmige Anlagen, die so nah beieinander liegen, sind in ganz Mitteleuropa selten zu finden. Diese Konzentration macht das Gelände zu einem besonders wertvollen Ort für das Verständnis früher Siedlungsmuster.
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