Gamighübel, Hügel südlich von Dresden
Der Gamighübel ist eine 187 m hohe Kuppe aus Granodiorit nordwestlich des Dresdner Stadtteils Kauscha, die die Plänerschichten des Cenomaniums und Turoniums durchragt. An der Oberfläche ist eine ehemalige Brandungsklippe erhalten, mit Aushöhlungen und Gesteinstaschen aus Schillkalkstein und Kalkmergel. Bewachsen ist die Kuppe mit Schlehdorn und anderen Rosengewächsen, umgeben von Kalkmagerrasen und Trockenen Glatthaferwiesen.
Der Name Gamighübel erscheint erstmals 1592 im Gerichtsbuch von Kauscha und Gaustritz und geht auf das slawische Wort kamjen für Stein zurück. Ab dem 19. Jahrhundert betrieben Bauern aus Kauscha, Leubnitz und Torna mehrere Steinbrüche auf dem Hügel und bauten Granodiorit vor allem für den Wege- und Straßenbau ab. Die Steinbrucharbeiten legten zahlreiche Fossilien aus der Kreidezeit frei, die die Geologen Hanns Bruno Geinitz, Louis Agassiz und August Emanuel von Reuss beschrieben.
Der Name Gamighübel stammt vom slawischen kamjen für Stein und erscheint 1592 erstmals im Gerichtsbuch von Kauscha. Eine Sage erzählt von Zwergen, die im Inneren nach Gold und Edelsteinen schürften; ihre Hammerschläge waren bis Leubnitz zu hören, und nach dem Läuten einer Kirchenglocke zogen sie mit ihrem Schatz über die Elbe davon.
Der Hügel liegt auf freiem Feld nordwestlich von Kauscha und südwestlich von Torna, ohne ausgewiesenen Wanderparkplatz; man nähert sich über Feldwege von einem der beiden Dörfer. Der Untergrund ist Kalkmagerrasen über Fels, festes Schuhwerk ist sinnvoll. Da die Kuppe als Flächennaturdenkmal (FND 79) geschützt ist, sollte man auf vorhandenen Wegen bleiben und die Trockenrasen am Rand betreten.
Der Sage nach schürften Zwerge im Gamighübel nach Gold und Edelsteinen; bei günstigem Wetter waren ihre Hammerschläge bis Leubnitz zu hören. Durch das Glockenläuten einer Kirche vertrieben, setzten sie in einer Mondnacht mit ihrem Schatz über die Elbe, belohnten den Fährmann reich und vergruben die Schätze im Helfenberger Gebiet.
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