Nerobergbahn, Historische Standseilbahn in Wiesbaden, Deutschland
Die Nerobergbahn ist eine Zahnradbahn, die die Stadt Wiesbaden mit einem Hügel verbindet und eine Strecke von etwa 440 Metern überwindet. Zwei Wagen fahren gleichzeitig auf Schienen mit einer Spurweite von 1000 Millimetern, wobei jeder Wagen bis zu 50 Fahrgäste befördern kann.
Die Bahn wurde 1888 eröffnet und war eine frühe mechanische Lösung für den Aufstieg bei steilen Geländeverläufen. Sie nutzte bereits damals Wasserkraft, um die Wagen hinauf und hinunter zu bewegen, was sie zu einer Pionierleistung der Technik machte.
Die Zahnradbahn trägt den Namen des antiken römischen Kaisers Nero, was auf die klassische Bildung der Gründer hindeutet. Diesen Namen tragen auch die Gebäude und der Park oben auf dem Berg, wo Besucher einen Überblick über die gesamte Stadt bekommen.
Der Weg zwischen den beiden Stationen dauert etwa dreieinhalb Minuten. Besucher sollten wissen, dass die Bahn bei extremem Wetter möglicherweise nicht fährt und dass oben auf dem Hügel die Temperatur kühler ist als in der Stadt.
Das System funktioniert durch einen Wassertank, der etwa 7000 Liter pro Fahrt aufnimmt und wieder abgibt. Das Wasser wird in Becken gesammelt und zurück nach oben gepumpt, sodass der gleiche Vorgang immer wieder ablaufen kann.
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