Leichtweißhöhle, Natürliche Höhle am Neroberg, Wiesbaden, Deutschland
Die Leichtweißhöhle ist ein Naturhohlraum am Neroberg in Wiesbaden mit einer Steintischkammer und ausgedehnten Gängen im Schiefergestein. Die Räume sind in das Gestein der Bergseite eingearbeitet und bilden ein zusammenhängendes Tunnelsystem.
Heinrich Anton Leichtweiß, ein Wilderer, nutzte den Hohlraum von 1789 bis 1791 als Versteck, bevor die Behörden ihn 1792 verhafteten. Sein Name ist eng mit dem Ort verbunden, obwohl die Höhle längere Zeit vorher bereits bekannt war.
Der Hohlraum wurde ab 1856 als Touristenziel ausgebaut und mit dekorativen Elementen versehen, die noch heute sichtbar sind. Besucher können diese Gestaltung erleben und erkennen, wie man den Ort damals für Reisende hergerichtet hat.
Der Zugang ist auf bestimmte Tage und Zeiten begrenzt, daher sollte man sich vorher informieren, wann die Höhle geöffnet ist. Die Wege führen teilweise steil bergauf, sodass bequeme Schuhe und etwas Ausdauer sinnvoll sind.
Der Hohlraum enthält eine speziell angelegte Steintischkammer, die als Treffpunkt des historischen Wilderers und seiner Gefährten diente. Diese handwerklich hergerichtete Raumausstattung zeigt, wie bewusst der Platz einst genutzt und gestaltet wurde.
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