Würzburger Residenz, Barockpalast in Würzburg, Deutschland.
Die Würzburger Residenz ist ein barocker Palast in Würzburg, Deutschland, der von 1720 bis 1744 nach Plänen von Balthasar Neumann erbaut wurde. Die Fassade aus hellem beigem Stein ist drei Geschosse hoch und trägt ein dunkelgraues Mansarddach; in der Mitte liegt ein kuppelbekrönter Eingangsrisalit mit paarweise gestellten Säulen, flankiert von zwei quadratischen Pavillons mit flachen dunklen Kuppeln. Das Gebäude steht am Kopf eines formalen Gartens mit geometrischen Rasenflächen und Kieswegen.
Der Bau begann 1720 unter Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn, der den Architekten Balthasar Neumann mit der Planung beauftragte. Die Hauptarbeiten dauerten bis 1744, und die Innenausstattung wurde in den folgenden Jahrzehnten fertiggestellt.
Die Hofkirche wurde 1743 geweiht; ihr steinernes Gewölbe überstand den Bombenangriff vom März 1945, wurde durch Feuer und Feuchtigkeit aber stark beschädigt. Ihre Stuck- und Marmorausstattung gehört zum Rokoko-Ensemble des Südflügels, in dem Friedrich Karl von Schönborn seine Hofkirche einrichten ließ. Vom Hauptgebäude führt ein Gang zur Kirche.
Die Residenz öffnet von April bis Oktober zwischen 9 und 18 Uhr, von November bis März zwischen 10 und 16:30 Uhr. Führungen durch die Haupträume und den Garten werden angeboten, und der Zugang zu Stufenbereichen kann für Rollstuhlfahrer eingeschränkt sein.
Das Spiegelkabinett wurde im März 1945 vollständig zerstört und erst nach jahrelanger Arbeit mit Tausenden geborgenen Spiegelfragmenten wieder aufgebaut. Der Raum wurde 1987 wiedereröffnet und zeigt heute die ursprüngliche Anordnung der feinen Rokoko-Ornamente.
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