Frankoniabrunnen, Neubarocker Brunnen am Residenzplatz, Würzburg, Deutschland
Der Frankoniabrunnen ist ein neobarocker Monumentalbrunnen auf dem Residenzplatz, westlich der Würzburger Residenz. Die Architektur entwarf Gabriel von Seidl, die Bronzen goss Ferdinand von Miller. Über einer breiten Brunnenschale erhebt sich ein mittiger Sockel mit der bekrönenden Bronzestatue der Frankonia in Harnisch und Kriegermantel, mit dem Herzogshut gekrönt, das Rennfähnlein in der linken, die rechte Hand ausgestreckt. Um den Sockel stehen die Steinfiguren Walthers von der Vogelweide, Matthias Grünewalds und Tilman Riemenschneiders, alle zum Dom blickend.
Der Brunnen entstand 1894 zu Ehren des Prinzregenten Luitpold von Bayern und wurde am 3. Juni 1894 in dessen Anwesenheit enthüllt. Der neobarocke Entwurf stammt vom Architekten Gabriel von Seidl, die Bronzeplastiken von Ferdinand von Miller. An seiner Stelle stand einst das Ehrenhof-Gitter, das 1821 nach dem Übergang Würzburgs an das Königreich Bayern 1814 abgebrochen wurde.
Die Bronzefigur ist Frankonia, die Allegorie Frankens, in Harnisch und Kriegermantel und mit dem Herzogshut gekrönt. In der linken Hand trägt sie das Rennfähnlein, das auch in der Würzburger Stadtfahne erscheint, die rechte Hand ist in einer herrschaftlichen Geste ausgestreckt. Um den Sockel stehen der Dichter Walther von der Vogelweide, der Maler Matthias Grünewald und der Bildhauer Tilman Riemenschneider, alle mit Blick zum Dom.
Der Brunnen steht direkt vor dem Residenzschloss auf dem zentralen Platz und ist leicht zu Fuß erreichbar. Besucher können von hier aus die gesamte Platzanlage überblicken und die umliegenden Gebäude erkunden.
Der Brunnen ersetzte das schmiedeeiserne Ehrenhof-Gitter, das 1821 nach dem Übergang Würzburgs an das Königreich Bayern 1814 abgebrochen wurde. Als Gegengabe stiftete Prinzregent Luitpold der Stadt den Kiliansbrunnen, der am 8. Juli 1895 vor dem Hauptbahnhof eingeweiht wurde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.124 Mitwirkenden weltweit.