Kriegsverbrechergefängnis Spandau, Militärgefängnis in Deutschland
Das Gefängnis war eine Militäranstalt im Westen Berlins, in der nach dem Zweiten Weltkrieg verurteilte Nazi-Führungspersonen inhaftiert waren. Die Anlage verfügte über mehrere Zellblöcke, einen Hof mit Garten, hohe Mauern, Wachtürme und Stacheldraht für vollständige Überwachung.
Die Anstalt wurde 1876 als Militärgefängnis für preußische Soldaten erbaut und hielt später auch Zivilisten und politische Häftlinge fest. Nach den Nürnberger Prozessen übernahmen die vier alliierten Mächte gemeinsame Kontrolle und inhaftierten dort verurteilte Nazi-Führungspersonen, bis der letzte Insasse 1987 starb.
Der Name bezieht sich auf den westlichen Berliner Stadtteil Spandau, wo die Anstalt lange Zeit ein bekanntes Wahrzeichen war. Nach dem Tod des letzten Insassen wurde das Gebäude schnell abgerissen, um zu verhindern, dass der Ort zu einem Treffpunkt für Neonazis wurde.
Der Ort befindet sich heute an der Wilhelmstraße und ist leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. An der Stelle, wo die Gefängnisgebäude einst standen, befinden sich nun ein Einkaufszentrum und ein Parkplatz.
Die Insassen bewirtschafteten einen großen Garten, in dem sie Gemüse und Blumen anbauten, um Zeit im Freien zu verbringen. Nach dem Abriss wurden die Ziegel zu Pulver zermahlen und in der Nordsee verstreut, sodass keine physischen Überreste zurückblieben.
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