Melanchthon-Kirche, Neugotische Kirche in Wilhelmstadt, Deutschland.
Die Melanchthonkirche ist ein neugotisches Kirchengebäude im Berliner Ortsteil Spandau mit Backsteinarkitektur und spitzer Fenstergestaltung. Das Bauwerk zeigt typische Merkmale der norddeutschen Ziegelgotik mit detaillierten Steinarbeiten und einer Höhe von etwa 41 Metern.
Das Kirchengebäude entstand 1893 durch den Architekten Heinrich von Lancizolle in einer Zeit schnellen Bevölkerungswachstums. Nach Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche zwischen 1954 und 1956 grundlegend wiederhergestellt.
Die Kirche trägt den Namen des Reformators Philipp Melanchthon und zeigt sein Vermächtnis durch die Ausstattung im Inneren. Besucher finden hier Porträts von protestantischen Persönlichkeiten, die an die religiöse Geschichte erinnern.
Das Gebäude befindet sich in einem Wohngebiet und lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei der Eingang von der Straße leicht zugänglich ist. Regelmäßig finden dort Veranstaltungen und Gottesdienste statt, deren Termine am besten vorher erkundigt werden.
Bemerkenswert ist die ungewöhnlich schnelle Bauzeit von nur sieben einhalb Monaten, was dem damaligen Bevölkerungsboom geschuldet war. Geplante Uhren für den Turm wurden nie installiert, daher fehlt diesem markanten Bauwerk bis heute diese charakteristische Ausstattung.
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