Tiefwerder Wiesen, Überschwemmungsgebiet im Bezirk Spandau, Berlin, Deutschland
Tiefwerder Wiesen ist eine Überschwemmungslandschaft im Berliner Bezirk Spandau, die aus Feuchtwiesen, alten Havelarmen und dem Faule See besteht. Das Gebiet steht unter Naturschutz und ist von einem Netz aus Gräben und Ufervegetation durchzogen.
Archäologische Funde belegen, dass frühe slawische Gemeinschaften Siedlungen an den Ufern des Faule See errichteten. Über die Jahrhunderte veränderten sich die Wasserstände des Sees durch natürliche Prozesse, die die Form der heutigen Landschaft prägten.
Tiefwerder Wiesen ist ein beliebtes Ausflugsziel für Schulklassen und Naturbegeisterte, die Feuchtgebiete aus der Nähe erleben möchten. Die offenen Wiesen laden dazu ein, Vögel zu beobachten und die Stille des Wassers zu genießen.
Fußwege führen durch das gesamte Gebiet, sodass man die Landschaft erkunden kann, ohne geschützte Zonen zu betreten. Im Frühjahr und Frühherbst ist die Vogelbeobachtung am lohnendsten, da dann viele Arten aktiv sind.
Tiefwerder Wiesen gilt als das letzte verbliebene Laichgebiet des Hechts in Berlin. Zusammen mit dem Vorkommen seltener Pflanzen wie der Blasensegge macht dies das Gebiet zu einem der botanisch und zoologisch wertvollsten Orte der Stadt.
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