Hänneschen-Theater, Puppentheater am Eisenmarkt, Köln, Deutschland
Das Hänneschen-Theater ist ein Puppentheater auf dem Eisenmarkt, das sich durch die Verwendung von stabgesteuerten Puppen auszeichnet, welche von unter der Bühne bedient werden. Die Spielfiguren sind zwischen 35 und 70 Zentimetern groß und werden von Puppenspielern mit großer Geschicklichkeit manipuliert, um lebendige Szenen zum Leben zu erwecken.
Das Theater wurde 1802 von Johann Christoph Winter gegründet und führte innovative Techniken ein, die die Steuerung von unten mit Stabmanipulation kombinierten. Diese Gründung markierte den Beginn einer theaterischen Tradition, die sich über zwei Jahrhunderte hinweg in Köln entwickelt und bewährt hat.
Die Aufführungen drehen sich um zwei Hauptfiguren, Tünnes und Schäl, die durch ihre komischen Interaktionen verschiedene Aspekte der Kölner Gesellschaft widerspiegeln. Diese Charaktere sind tief in der lokalen Identität verwurzelt und sprechen in Kölner Dialekt, wodurch sie für die Zuschauer unmittelbar erkennbar und nahbar werden.
Das Theater bietet Platz für 280 Zuschauer und verfügt über eine große Sammlung von 800 Puppen und 1.800 Kostümen, die von etwa 30 Mitarbeitern gepflegt werden. Der Besuch funktioniert am besten, wenn man die Aufführungen im Voraus plant und die örtlichen Bedingungen beachtet, um das volle Erlebnis zu genießen.
Während des Karnevals von Köln präsentiert das Theater spezielle Puppenaufführungen, die traditionelle Karnevalsereignisse durch theatralische Performances neu interpretieren. Diese saisonalen Shows verbinden das lokale Karnevalserbe mit der handwerklichen Kunstfertigkeit der Puppenspieler.
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