Groß St. Martin, Romanische katholische Kirche in der Altstadt, Köln, Deutschland
Groß St. Martin ist eine romanische Kirche in der Kölner Altstadt, deren massiver Vierungsturm mit kreuzförmigem Grundriss weithin sichtbar über dem Rheinufer emporragt. Drei halbrunde Apsiden umschließen den Chorraum im Osten und bilden zusammen mit dem Turm ein geschlossenes Ensemble aus hellem Tuffstein.
Im 10. Jahrhundert entstand hier zunächst eine Benediktinerabtei auf einer Rheininsel, die später mit dem Festland verbunden wurde. Der heutige Bau wurde nach einem Brand zwischen 1150 und 1250 errichtet und prägt seitdem das Stadtbild am Fischmarkt.
Der Name der Kirche geht auf den heiligen Martin von Tours zurück, dessen Verehrung im Rheinland seit dem Mittelalter tief verwurzelt ist. Die Mönchsgemeinschaft aus Jerusalem führt hier bis heute tägliche Gebetszeiten durch, zu denen Besucher willkommen sind.
Der Eingang liegt direkt am Fischmarkt und ist über mehrere Stufen zu erreichen, daher kann die Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer eingeschränkt sein. Führungen erklären die römischen Fundamente im Untergeschoss und die Bauweise des Turms.
Unter dem Kirchenboden befinden sich gut erhaltene römische Mauern und Fundamente, die während Ausgrabungen im 20. Jahrhundert freigelegt wurden. Diese archäologischen Reste zeugen davon, dass das Gelände einst Teil einer römischen Hafenanlage war.
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