Zeche Auguste Victoria, Kohlebergwerk in Marl, Deutschland.
Zeche Auguste Victoria ist ein Bergbaugelände in Nordrhein-Westfalen, das sich über mehrere Schachtanlagen zwischen Marl und Haltern am See erstreckt. Die Anlage umfasst Fördertürme, Maschinenhallen und weitläufige Industriegebäude, die heute als architektonisches Zeugnis des Ruhrbergbaus erhalten bleiben.
Das Bergwerk nahm 1900 den Betrieb auf, nachdem Geschäftsmann August Stein und Ingenieur Julius Schäfer die Anlage gegründet hatten. Die Produktion lief bis 2015 und markierte damit mehr als ein Jahrhundert aktiver Kohleförderung in der Region.
Der Name des Bergwerks ehrt Auguste Viktoria, die letzte deutsche Kaiserin, deren Verbindung zur Anlage heute noch in historischen Dokumenten und Aufzeichnungen sichtbar ist. Während des Betriebs bildete das Werk den Mittelpunkt einer ganzen Gemeinde, deren Alltag durch Schichtwechsel und die Rhythmen der Förderung geprägt wurde.
Die Anlage liegt zwischen zwei Orten und ist über Straßen erreichbar, die beide Gemeinden verbinden. Besucher sollten beachten, dass das Gelände weitläufig ist und festes Schuhwerk für einen Rundgang empfohlen wird.
Zwischen 1938 und 1962 förderte das Werk neben Kohle auch Eisenerz, was es von anderen Standorten im Ruhrgebiet unterschied. Diese doppelte Nutzung erforderte zusätzliche Maschinen und spezialisierte Arbeitskräfte für beide Förderprozesse.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.