Rathaus Marl, Architektonisches Denkmal in Marl, Deutschland.
Das Rathaus Marl ist ein Verwaltungsgebäude mit zwei Betontürmen, die 42,60 Meter hoch aufragen. Die Geschosse werden durch ein zentrales Betonskelett getragen und von oben abgehängt, während das Ratszimmer und Verwaltungsbüros die Räume nutzen.
Das Gebäude entstand 1967 nach einem europäischen Wettbewerb von 1958, den die niederländischen Architekten Jacob Berend Bakema und Johannes Hendrik van den Broek gewannen. Es war das erste Hochhaus mit hängender Bauweise in Deutschland und setzte damals neue Maßstäbe für moderne Verwaltungsarchitektur.
Das Rathaus beherbergt im Erdgeschoss die Glaskasten Skulpturensammlung, die seit 1979 Werke aus der städtischen Kunstsammlung zeigt. Besucher können sich die Kunstwerke kostenlos anschauen und die Verbindung zwischen moderner Architektur und zeitgenössischer Kunst erleben.
Das Gebäude liegt an der Creiler Platz 1 und ist leicht zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Glaskasten Sammlung im Erdgeschoss kann während der Öffnungszeiten kostenlos besucht werden, und Besucher sollten vorher prüfen, wann genau die Ausstellung offen ist.
Das Gebäude gilt als Vorreiter einer speziellen Konstruktionstechnik, bei der die Stockwerke von oben an den zentralen Betonsäulen hängen, statt auf ihnen zu ruhen. Diese innovative Methode war in den 1960er Jahren eine Besonderheit in der Hochhausbauweise und wird von Architektur-Interessierten oft übersehen.
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