Wartburg, Mittelalterliche Burg in Eisenach, Deutschland
Die Wartburg ist eine steinerne Festung auf einem 410 Meter hohen Hügel über Eisenach mit Bauten im romanischen Stil. Die Anlage umfasst mehrere Innenhöfe, Türme und Kammern, die durch schmale Gänge verbunden sind.
Graf Ludwig der Springer gründete die Burg 1067 und sie entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten zu einem wichtigen Herrschaftssitz. Im 16. Jahrhundert fand Martin Luther hier Zuflucht und übersetzte das Neue Testament während seines Aufenthalts.
Der Festsaal wurde im Mittelalter zu einem Treffpunkt für Minnesänger, die ihre Gedichte und Lieder vortrugen. Die Räume erinnern heute noch an diese Tradition mit Wandmalereien, die Szenen aus den damaligen Wettbewerben zeigen.
Führungen bringen Besucher durch die verschiedenen Säle und Kammern, wobei einige Bereiche über Treppen ohne Aufzug erreichbar sind. Der Aufstieg vom Parkplatz führt über einen steilen Weg durch den Wald und dauert etwa 15 Minuten zu Fuß.
Im Lutherzimmer soll ein Tintenfleck an der Wand zu sehen sein, den der Reformator nach einer Legende beim Werfen eines Tintenfasses auf den Teufel hinterlassen haben soll. Zahlreiche Besucher haben im Laufe der Zeit versucht, den Fleck zu berühren oder Stücke davon mitzunehmen.
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