Eisenacher Burg, Mittelalterliche Burgruine nahe der Wartburg, Eisenach, Deutschland.
Eisenacher Burg ist eine Burgruine bei Eisenach, die auf einem steilen bewaldeten Hügel liegt und aus mehreren rechteckigen Gebäudeteilen besteht. Die Anlage war durch mehrere Schutzwälle verstärkt und Besucher können heute noch Felsfundamente sowie Wehrstrukturen untersuchen.
Die Eisenacher Burg war eine Belagerungsburg aus der Zeit des thüringisch-hessischen Erbfolgekriegs (1247–1263), die die südöstlichen Zugänge zu Eisenach und zur Wartburg sperrte. 1306–1308 nutzte König Albrecht von Habsburg sie als Heerlager bei der Belagerung der Wartburg; Graf von Weilnau ließ Türme, Palisadenzäune und Blockhäuser errichten, und eine Blide beschädigte den Palas und die Südmauer der Wartburg. Weilnau geriet in einen Hinterhalt und starb in Gefangenschaft auf der Wartburg.
Der Ort zeigt heute noch Spuren der mittelalterlichen Befestigungstechnik, die Besucher beim Erkunden der Mauerreste unmittelbar nachvollziehen können. Die Lage auf dem steilen Berghang prägt bis heute das Verständnis dafür, wie defensive Positionen gewählt und genutzt wurden.
Der Ort ist das ganze Jahr über frei zugänglich und kostet keinen Eintritt, was selbstständiges Erkunden ermöglicht. Der steile Zugang erfordert festes Schuhwerk und etwas körperliche Anstrengung, dafür belohnt die Höhenlage mit weitem Ausblick.
Auf dem Hochplateau nahmen in den Fels gearbeitete Standorte, im Plan mit A bis F bezeichnet, hölzerne Wehrtürme auf; G markiert den Bergfried, H den Felseinschnitt der Blidenstatt, wo eine Blide stand. Grabungen im Sommer 1995 fanden unter den Schichten der Belagerungszeit auch Siedlungsspuren der Eisenzeit.
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