Kehlsteinhaus, Bergrestaurant in Berchtesgaden, Deutschland.
Das Kehlsteinhaus steht knapp unterhalb des Kehlsteingipfels auf 1838 m: ein hellgrauer Steinbau mit flachem Satteldach und einem kleinen quadratischen Turm, auf dem eine Antenne steht. In die Frontfassade sind ein mittleres Doppeltor und kleine Fenster eingelassen; auf der Terrasse links spenden blau-weiß gestreifte Sonnenschirme Schatten.
Das Gebäude entstand 1938 als Repräsentationsort während der Zeit des Dritten Reiches. Anders als andere Bauten in der Gegend überstand es den Zweiten Weltkrieg unversehrt und wurde später der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Den Namen „Adlerhorst“ prägte der französische Botschafter André François-Poncet nach seinem Besuch am 18. Oktober 1938, dem einzigen hochrangigen ausländischen Gast Hitlers an diesem Ort. Seit 1952 beherbergen die Räume eine Gaststätte mit Biergarten, eine Ausstellung informiert über die Geschichte des Hauses.
Die Anfahrt erfolgt über Sonderbusse vom Dokumentationszentrum Obersalzberg, da die Bergstraße für Privatfahrzeuge gesperrt ist. Vom Parkplatz führt ein Tunnel von 124 Metern Länge und ein vergoldeter Aufzug direkt zum Restaurant.
Ein Kamin aus rotem Marmor, einst ein Geschenk von Mussolini, ist bis heute im Innenraum erhalten geblieben. Das Gasthaus serviert mittlerweile alpine Küche aus Bayern und nutzt die historischen Räume für zeitgenössische Zwecke.
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