Zwischenpumpwerk Lichtenberg, Pumpwerk in Lichtenberg, Berlin, Deutschland.
Das Zwischenpumpwerk Lichtenberg ist eine historische Pumpstation in Berlin-Lichtenberg, die Trinkwasser aus dem Friedrichshagener Wasserwerk speichert und in die östlichen Stadtteile verteilt. Die Anlage verfügt über unterirdische Ziegelsteinbehälter und wurde mit modernen automatisierten Schutzsystemen ausgestattet.
Die Pumpstation entstand zwischen 1889 und 1893 nach dem Bau einer Rohrleitung vom Südosten Berlins und wurde von den Architekten Richard Schultze und Henry Gill entworfen. Sie war Bestandteil der Expansion des Wasserversorgungssystems, das die wachsende Stadt im Osten versorgen sollte.
Die vier Maschinenhäuser mit den Bezeichnungen A bis D entstanden 1889 bis 1893 nach Plänen von Richard Schultze und Henry Gill, die den Hygienespezialisten Robert Koch hinzuzogen, weil möglichst sauberes Trinkwasser das Ziel war. Zu jedem Haus gehörten riesige Reinwasserpumpen, ein Kessel- und ein Kohlenbereich sowie eine Sandwäsche; Haus D ging erst 1899 in Betrieb.
Das Gelände liegt an der Nordseite der Landsberger Allee 230 im Bezirk Lichtenberg; die historischen Backsteinmaschinenhäuser A bis F stehen an der Straßenfront, die unterirdische Förderhalle von 1979 bis 1983 liegt vor dem Maschinenhaus C. Die Anlage wird weiterhin zur Wasserversorgung betrieben, ist also kein öffentliches Museum, und die Gebäude sind für einzelne Besucher nicht von innen zugänglich.
Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Anlage durch Bombardements zerstört, weil sich im nahen BVG-Stadion eine Stellung von Flugabwehrkanonen befand. Noch 1980 wurde auf dem Gelände eine amerikanische Fliegerbombe gefunden und entschärft.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.199 Mitwirkenden weltweit.