Tagebau Garzweiler, Braunkohletagebau in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Der Tagebau Garzweiler ist eine Braunkohlenmine im Rheinland, die sich über Gebiete in mehreren Kreisen erstreckt und durch riesige Schaufelradbagger geprägt wird. Die Grube reicht tief in den Boden hinein und zeigt Erdschichten, die je nach Tiefe verschiedene Brauntöne aufweisen.
Die Arbeiten begannen 1983 nach jahrelangen Planungen für die Erschließung neuer Kohlevorkommen westlich des älteren Neurath-Abbaus. Der Betrieb wurde in zwei Abschnitte unterteilt, wobei der zweite Teil später in Betrieb genommen wurde.
Der Tagebau trägt den Namen eines Hofs, der einst in dieser Gegend stand und mittlerweile dem Abbau weichen musste. Mehrere Dörfer verschwanden durch die Erweiterung, und ihre Bewohner mussten ihre Heimat verlassen und anderswo neu anfangen.
Ein Besuch ist nur im Rahmen organisierter Führungen möglich, die im Voraus gebucht werden müssen und Einblicke in die Technik und Dimensionen bieten. Wegen der offenen Lage kann es auf dem Gelände windig und staubig sein.
Während der Erweiterung musste ein Teil der Autobahn A44 abgebaut und verlegt werden, was zu einer völlig neuen Streckenführung in der Region führte. Auch eine alte Kirche aus dem Mittelalter wurde Stein für Stein abgetragen und an einem anderen Ort wieder aufgebaut.
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