Krautinsel, Unbewohnte Insel im Chiemsee, Deutschland
Die Krautinsel ist eine kleine, unbewohnte Insel im Chiemsee, die zwischen der Fraueninsel und der Herreninsel liegt. Sie hat eine längliche Form und ist mit niedriger Vegetation bedeckt, die sich je nach Jahreszeit verändert.
Archäologische Funde aus den 1990er Jahren belegen, dass die Region rund um die Insel bereits in der Steinzeit besiedelt war. Steinwerkzeuge und andere Artefakte dokumentieren diese frühe menschliche Anwesenheit in der Gegend.
Der Name "Krautinsel" geht auf die Benediktinerinnen des nahen Klosters Frauenwörth zurück, die dort Gemüse und Kräuter anbauten. Heute ist davon nichts mehr zu sehen, doch der Name erinnert noch immer an diese landwirtschaftliche Nutzung.
Die Insel wird nicht von regulären Fähren angefahren und ist daher nur mit einem Privatboot, Kajak oder Stand-up-Paddleboard erreichbar. Wer die Insel erkunden möchte, sollte die Wetterlage auf dem Chiemsee im Blick behalten, da der See bei Wind schnell unruhig werden kann.
Jeden Sommer werden Rinder auf die Insel gebracht, um dort zu weiden, und im Herbst per Boot wieder auf das Festland transportiert. Diese saisonale Praxis macht die kleine Insel bis heute zu einem aktiven Teil der regionalen Landwirtschaft.
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