Luisenburg-Felsenlabyrinth, Felsenlabyrinth und geologische Formation in Wunsiedel, Bayern
Das Luisenburg-Felsenlabyrinth ist ein Felsenmeer aus mehrere Meter großen Granitblöcken südlich von Wunsiedel. Die gerundeten Blöcke entstanden durch Wollsackverwitterung im tropischen Klima des Tertiärs, wurden später durch Erosion freigelegt und verlagerten sich, wodurch enge Spalten und steile Treppen entstanden. Eine Treppe aus rauen, unebenen Steinen führt zwischen moosbewachsenen Felsen und freiliegenden Wurzeln hinauf zu einer dunklen Öffnung unter einem breiten Felsüberhang.
Um 1790 begannen Bürger Wunsiedels, das Granitblockfeld in einen Landschaftsgarten umzugestalten, beeinflusst von der 1784 gegründeten Gesellschaft zur Aufklärung vaterländischer Geschichte, Sitte und Rechte. Die erste Ausbauphase dauerte bis etwa 1800 und brachte den Namen Luxburg in Erinnerung an den Burgstall Lugsburg; 1805 erfolgte die Umbenennung in Luisenburg nach dem Besuch der Königin Luise mit Friedrich Wilhelm III. Zwischen 1811 und 1815 folgte eine zweite Ausbauphase.
Das Blockmeer ist nach Königin Luise benannt, die es 1805 mit ihrem Mann Friedrich Wilhelm III. besuchte und ihrem Sohn begeistert davon berichtete. Bereits 1794 diente das Gelände als Bühne; heute spielen die Luisenburg-Festspiele jährlich in der von Felsen eingerahmten Naturbühne.
Die Wege zwischen den Steinen sind teilweise eng und erfordern festes Schuhwerk für einen sicheren Gang. Planen Sie Zeit ein, um langsam zu gehen, da die Oberflächen uneben und glatt sein können, besonders wenn es feucht ist.
Die gerundeten Formen der Blöcke entstanden durch Wollsackverwitterung im warmen, feuchten Klima des Tertiärs; später präparierte die Erosion sie aus dem Untergrund heraus, sie wurden instabil und verlagerten sich. Goethe, der 1820 hier war, verwarf Erdbeben und Fluten als Ursache: Die Natur habe ruhig und langsam gewirkt.
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