Haberstein, Granitgipfel im Fichtelgebirge, Deutschland
Der Haberstein ist ein 847 m hoher Berg im Hohen Fichtelgebirge, Landkreis Wunsiedel, bestehend aus dem Hauptgipfel Großer Haberstein und dem 200 Meter westlich liegenden Kleinen Haberstein. Der stark bewaldete Hauptgipfel trägt eine gewaltige Felsburg aus Granit, geschützt als Naturdenkmal (Geotop 479R012), an der die matratzenartige Verwitterung und die waagerechte Klüftung des Kösseine-Randgranits gut zu erkennen sind. Der ursprüngliche Felsverband ist erhalten, anders als im Felsenlabyrinth der nahen Luisenburg.
Der Name Haberstein erscheint erstmals 1393, als der Waldbesitz des Burggrafen von Nürnberg beschrieben wurde: „der haberstein, der auf dem hochstein in der Kozzeyn liget“. Das Bestimmungswort Haber- ist ein altes deutsches Wort für Ziegenbock, der Name bedeutet also Ziegenbockstein. 1879 legte die Sektion Fichtelgebirge des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins Holztreppen zum nördlichen Felsturm „Kanzel“ an; eine 1883 angebrachte Eisenkonstruktion trägt bis heute die Balkenlage, betreut von der Ortsgruppe Wunsiedel des Fichtelgebirgsvereins.
Der Name Haberstein geht auf das alte deutsche Wort Haber für Ziegenbock zurück und bedeutet „Ziegenbockstein“; urkundlich erwähnt wurde er erstmals 1393 in einer Beschreibung des Waldbesitzes des Burggrafen von Nürnberg. Auf dem obersten Felsen sind die muldenartigen „Druidenschüsseln“ durch Granitverwitterung entstanden, während die danebenliegenden runden Löcher von Menschenhand für ein Vermessungsgerüst gemeißelt wurden.
Der Gipfel ist über den Fichtelgebirgs-Höhenweg und den Fränkischen Gebirgsweg zwischen Luisenburg und Kösseine erreichbar. Seit 1879 führen Holztreppen und ab 1883 eine Eisenkonstruktion auf den nördlichen Felsturm „Kanzel“; die Holzteile werden bei Bedarf ausgebessert, betreut wird die Anlage von der Ortsgruppe Wunsiedel des Fichtelgebirgsvereins. Bei Nässe können die Granitstufen und die Plattform rutschig sein.
Die Mulden auf dem obersten Felsen, im Volksmund „Druidenschüsseln“ genannt, sind natürliche Granitverwitterungsformen und keine von Menschenhand geschaffenen Opferkessel. Daneben liegen runde, von Hand in den Fels gemeißelte Löcher, die das Vermessungsgerüst der Landesvermessung aufnahmen.
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