Greifswalder Oie, Ostseeinsel bei Kröslin, Deutschland
Die Greifswalder Oie ist eine Insel in der Ostsee mit einer Fläche von etwa 54 Hektar, die sich 1.550 Meter in die Länge und 570 Meter in die Breite erstreckt. An der Ostseite ragen Klippen bis zu 19 Meter auf und prägen das Landschaftsbild deutlich.
Von 1936 bis 1991 war die Insel eine militärische Sperrzone, in der während des Zweiten Weltkriegs zahlreiche Raketenstarttests stattfanden. Nach dem Krieg blieb die Insel unter sowjetischem Schutz und war der Öffentlichkeit lange Zeit unzugänglich.
Der Name der Insel stammt aus dem Slawischen 'Swante Wostrossna', was Heilige Insel bedeutet und deutet auf alte Heiligtümer hin. Menschen haben diesen Ort seit der Antike als besonderen, verehrten Platz wahrgenommen.
Die Insel ist nur mit Fähren von Peenemünde oder Karlshagen erreichbar, wobei der Besuch auf maximal zwei Stunden begrenzt ist. Maximal 50 Personen dürfen die Insel pro Tag besuchen, daher ist eine vorherige Planung wichtig.
Der 49 Meter hohe Leuchtturm wurde 1853 erbaut und ist der einzige seiner Art in der Ostsee, der sich entgegen dem Uhrzeigersinn dreht. Diese ungewöhnliche technische Eigenschaft macht ihn zu einem bemerkenswerten Bauwerk in der Region.
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