Georgium, Englischer Landschaftspark und klassizistisches Schloss in Dessau-Roßlau
Das Georgium ist ein klassizistisches Landhaus, das ab 1780 für Prinz Johann Georg nach Plänen Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorffs nördlich der alten Dessauer Altstadt im Stadtteil Ziebigk entstand. Die Aufnahme zeigt eine lange weiße Fassade mit flachen Pilastern, hohe grün gerahmte Fenster unter dreieckigen und segmentbogigen Giebeln, eine grüne Doppeltür im mittleren Giebelteil, eine Balustrade am Dachrand und einen quadratischen Turm mit Bogenöffnungen über dem roten Ziegeldach. Um 1900 kamen zwei Seitenflügel hinzu, als das Haus für die verwitwete Erbprinzessin Elisabeth umgestaltet wurde. Der englische Landschaftspark umfasst 21,3 Hektar und grenzt an den 97 Hektar großen Beckerbruch.
Der Prinz Johann Georg beauftragte 1780 den Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff mit dem Entwurf des Schlosses und der Anlage der Gärten. Das gesamte Projekt wurde 1783 abgeschlossen und zeigt die klassizistische Architektur des späten 18. Jahrhunderts.
Das Schloss beherbergt seit 1959 die Anhaltische Gemäldegalerie. Ihre rund 1.800 Gemälde und 18.000 Arbeiten auf Papier stammen aus den Sammlungen des anhaltischen Fürstenhauses, der Stadt Dessau und des Freistaats Anhalt, mit Schwerpunkten auf Reformation, Barock und Goethezeit, darunter Werke von Lucas Cranach dem Älteren und Johann Friedrich August Tischbein.
Die Parkanlage ist das ganze Jahr über frei zugänglich und lädt zu Spaziergängen durch verschiedene Gartenbereiche ein. Das Schlossmuseum hat separate Öffnungszeiten und erhebt eine Eintrittsgebühr für den Besuch der Innenräume.
Der Park reicht über den 21,3 Hektar großen Georgengarten hinaus in den 97 Hektar großen Beckerbruch, einen weitgehend natürlich belassenen Auen- und Bruchwald, der mit Kleinarchitekturen und Denkmalen versehen wurde. Elbpavillon und Wallwitzburg, eine künstliche Ruine, eröffnen weite Blicke über die Gartenlandschaft entlang der Elbe.
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