Überseesender Eilvese, Radiosendeanlage in Neustadt am Rübenberge, Deutschland
Der Eilvese-Sender ist eine Radiosendeanlage in der Nähe von Neustadt am Rübenberge mit Resten einer historischen Sendestation. Auf dem Gelände befinden sich noch ein ursprüngliches Bürogebäude und Fundamente früherer Strukturen inmitten eines Moores.
Die Anlage wurde zwischen 1911 und 1913 errichtet und besaß einen 260 Meter hohen Hauptsendemast, der damals Deutschlands höchste Struktur war. Der Mast wurde 1931 abgerissen, markiert aber noch heute die Stelle einer bedeutenden Radiosendestation aus der frühen Funkzeit.
Der Sender ermöglichte die erste direkte drahtlose Kommunikation zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten durch ein Telegramm von Kaiser Wilhelm II an Präsident Wilson.
Das Gelände befindet sich inmitten einer Moorlandschaft und ist am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Die Umgebung ist offen und wenig bebaut, daher sollte man auf Wetterschutz und festes Schuhwerk vorbereitet sein.
Der Standort profitierte von seiner Lage auf einer Sandinsel innerhalb des ausgedehnten Moores, was eine besonders starke Signalübertragung ermöglichte. Diese geografische Besonderheit war entscheidend für die Funktion als wichtiger Vermittler früher Funkverbindungen.
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