Amazonienhaus der Wilhelma, Modernes Gewächshaus in Bad Cannstatt, Deutschland
Das Amazonienhaus ist ein begehbares Regenwaldhaus im zoologisch-botanischen Garten Wilhelma in Bad Cannstatt, entworfen vom Architekturbüro Auer Weber. Im Inneren überquert ein Bach den Weg, und zwei größere Gewässer mit Wasserfällen beherbergen Kaimane und Fische; das größere ist durch eine Glasscheibe einsehbar. Hier wachsen etwa 2.000 Pflanzen in 350 Arten, darunter ein Kanonenkugelbaum mit bis zu acht Kilogramm schweren Früchten, ein Parakautschukbaum und Kakaobäume.
Das Amazonienhaus wurde 1999 fertiggestellt und 2000 eingeweiht; der Entwurf stammt vom Architekturbüro Auer Weber. Der Bau kostete 18 Millionen Deutsche Mark, davon trug der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma 7,9 Millionen. 2009 wurde die Verglasung komplett ausgetauscht, weil die alte nicht mehr genug Sonnenstrahlung durchließ.
Das Haus zeigt tropische Pflanzenarten aus Südamerika und vermittelt Besuchern einen Eindruck von Regenwald-Biodiversität. Menschen kommen hierher, um die Vielfalt dieser fernen Ökosysteme hautnah zu erleben und mehr über ihre Bedeutung zu erfahren.
Besucher können die Räume in eigenem Tempo erkunden oder geführte Touren nutzen, um mehr über die Pflanzen und ihr Ökosystem zu erfahren. Die tropische Umgebung im Inneren ist ganzjährig warm und feucht, daher sind leichte Kleidung und gutes Schuhwerk empfehlenswert.
Etwa 50 Vögel fliegen frei im Haus, darunter Grün- und Braunohrarassaris, Chacoguane und Tangaren. Seit Mai 2024 leben zudem drei Zwergseidenäffchen frei im ganzen Amazonienhaus mit Zugang hinter die Kulissen. Eine Filteranlage lässt mehr als 100 Kubikmeter Wasser der Wasserläufe stündlich vollständig durchlaufen.
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