Maurisches Landhaus, Maurische Villa in Stuttgart, Deutschland
Das Maurische Landhaus ist eine Villa in Stuttgart und kombiniert nordafrikanische Designelemente mit europäischer Bauweise, sichtbar in den Eisenkonstruktionen an den Enden und den verzierten Bogenfenstern. Das Gebäude enthält fünf unterschiedliche Gewächshäuser mit zusammen mehr als 1.000 tropischen und subtropischen Pflanzenarten aus verschiedenen Kontinenten.
Der Architekt Karl Ludwig Wilhelm Zanth entwarf diese Residenz 1846, nachdem König Wilhelm I. von Württemberg die ursprünglichen Pläne für ein Badehaus nach der Entdeckung einer Mineralquelle verändert hatte. Aus diesem Wandel entstand ein Privatanwesen mit außergewöhnlichen grünen Räumen.
Das Gebäude zitiert Motive des Alhambra-Palastes aus Granada und wird von Einheimischen oft als das "Alhambra an der Neckar" bezeichnet. Diese Verweise auf maurische Kunst sind in der Architektur sichtbar und prägen bis heute die Wahrnehmung des Ortes.
Beim Besuch sollte man sich Zeit für die Gewächshäuser nehmen, da die Vielfalt der Tropenpflanzen eine sorgfältige Erkundung rechtfertigt. Die verschiedenen Sektionen können durch die verbundenen Räume leicht begangen werden und bieten mehrere Perspektiven auf die Geschichte des Ortes.
Von 1962 bis 2014 beherbergte das Untergeschoss Europas erstes Nachttiergehege, eine speziell für nachtaktive Tiere entwickelte Ausstellung. Diese Ausstellung war damals eine Sensation und zog Besucher an, die die Lebensweise von Tieren nach Einbruch der Dunkelheit entdecken wollten.
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