Amtsgericht am Sachsenplatz, Gerichtsgebäude in Dresden, Deutschland.
Das Amtsgericht am Sachsenplatz ist ein Gerichtsgebäude im Stil der Renaissance Revival mit vier Flügeln, deren Fassaden aus Sandstein von Niedergrund erbaut wurden und großzügig verzierte architektonische Elemente zeigen. Der Komplex erstreckt sich über mehrere Ebenen und Hofflächen, die dem Gebäude eine imposante räumliche Struktur verleihen.
Der Bau wurde zwischen 1888 und 1892 unter der Leitung des Architekten Arwed Roßbach errichtet und diente ursprünglich als königliches sächsisches Amtsgericht. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erfolgten teilweise Wiederaufbauten, während andere Bereiche des Komplexes modifiziert wurden.
Das Eingangsportal zeigt zwei allegorische Figuren, die Wahrheit und Gerechtigkeit darstellen, geschaffen von Bildhauer Johannes Schilling für dieses Gerichtsgebäude. Diese Steinplastiken prägen das Erscheinungsbild des Eingangsbereichs und vermitteln die Werte, die das Gericht repräsentieren soll.
Das Gebäude liegt an der Lothringer Straße 1 in Dresden und ist vom öffentlichen Raum aus einsehbar, wobei der Sandstein-Komplex eine klare räumliche Orientierung bietet. Der Standort macht es leicht, die verschiedenen Flügelkomplexe und ihren architektonischen Kontext zu verstehen.
Die westliche Fassade zeigt Spuren kriegsbedingter Zerstörung mit unrekonstruierten Bereichen, die deutlich von der restaurierten Ostseite kontrastieren. Ein Neubau für Gerichtsfunktionen wurde 2012 auf dem früheren Nordfügel-Gelände errichtet, was die Koexistenz von historischer und moderner Justizinfrastruktur veranschaulicht.
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