Rudolstadt, Stadtgemeinde in Thüringen, Deutschland
Rudolstadt ist eine Stadt in Thüringen, die sich entlang der Saale ausbreitet, mit Wohnvierteln, die sich über sanfte Hügel ziehen und von bewaldeten Höhen des Thüringer Waldes umgeben sind. Der historische Kern liegt im Talgrund, während das Schloss Heidecksburg oberhalb auf einem Bergsporn thront und über die Dächer der Altstadt hinwegblickt.
Der Ort erschien 776 zum ersten Mal in Urkunden als Rudolfestat, und im Jahr 1326 erhielt er die Stadtrechte, die Handel und Handwerk neue Möglichkeiten eröffneten. Später wurde er Residenz der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, die bis ins frühe 20. Jahrhundert hier regierten und dem Ort seine fürstliche Prägung gaben.
Die Stadt trägt ihren Namen nach Graf Rudolf, dessen Festung hier einst den Flusslauf kontrollierte, und heute sehen Besucher einen Marktplatz, auf dem sich Fachwerkhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten aneinanderreihen. An Sommerwochenenden öffnen Cafés ihre Terrassen entlang der Saalepromenade, wo Einheimische spazieren gehen oder auf Bänken am Wasser sitzen.
Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten innerhalb eines überschaubaren Radius liegen, und mehrere Wanderwege beginnen am Stadtrand und führen in die bewaldeten Hänge hinein. Wer das Schloss besuchen möchte, sollte den Aufstieg über die Treppen oder die gepflasterte Rampe einplanen, da es deutlich oberhalb des Zentrums liegt.
Die Porzellanmanufaktur Volkstedt, 1762 gegründet, brachte der Stadt einen Ruf als Zentrum feiner Keramikherstellung ein, die bis nach Übersee verkauft wurde. Noch heute erinnern Werkstätten und Ausstellungen an diese Tradition, die über zwei Jahrhunderte lang Handwerker und Händler in den Ort zog.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.