Dienstedter Karsthöhle, Höhlensystem und Kulturdenkmal in Stadtilm, Deutschland.
Die Dienstedter Karsthöhle ist eine Höhle im südlichen Hang des Schenkenkopf-Berges in Stadtilm und erstreckt sich über etwa 150 Meter in die Erde. Sie liegt etwa 340 Meter über dem Meeresspiegel und rund 23 Meter über dem Fluss Ilm.
Die Höhle wurde 1957 von Felix Gebser entdeckt und zog daraufhin Archäologen an, die Keramikfragmente, Knochenwerkzeuge und Tongefäße fanden. Diese Funde deuteten darauf hin, dass Menschen hier in prähistorischen Zeiten gelebt hatten.
Das Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens führte bis 1982 Ausgrabungen durch und entdeckte Feuerstellen und alte Werkzeuge.
Besucher können die Höhle nur mit Führungen und bereitgestellten Helmen besichtigen, wozu eine vorherige Anmeldung erforderlich ist. Die Zugänglichkeit ist saisonal begrenzt, da die Höhle in den Wintermonaten geschlossen bleibt.
Die Formationen im Inneren zeigen Spuren von Erosionsprozessen aus zwei bis fünf Millionen Jahren, als der alte Fluss Ilm das Kalksteingestein durchschnitt. Diese geologischen Muster sind für Besucher sichtbar und ermöglichen einen Blick auf die Landschaftsgeschichte der Region.
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