Großer Kalmberg, Berggipfel in Ilm-Saale-Platte, Thüringen, Deutschland
Der Große Kalmberg ist ein 547,5 Meter hoher Berg in der Ilm-Saale-Platte, einer aus Muschelkalk bestehenden Hochfläche, und damit die höchste Erhebung dieser Platte abgesehen vom Singener Berg. Er liegt an der Grenze zwischen dem Ilm-Kreis und dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, wobei sein westlicher Teil zu Stadtilm und sein östlicher Teil zu Rudolstadt gehört. Der Berg ist mit Kiefern bestanden; seine Südseite fällt steil zum Remdaer Graben ab, während er im Norden sanft zum Tal der Ilm abfällt.
Der Berg war während der Deutschen Demokratischen Republik eine Standort für eine Landestelle für Militärhubschrauber der Luftverteidigungstruppen. Diese militärische Nutzung prägte die Geschichte der Gegend in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Der Gipfel liegt auf der Grenze zwischen dem Ilm-Kreis und dem Landkreis Saalfeld-Rudolstadt: Der westliche Teil gehört zu Stadtilm, der östliche zu Rudolstadt. Im Norden liegen Dienstedt, Kleinhettstedt und Oesteröda, im Südwesten Döllstedt, Nahwinden und Ehrenstein, im Osten Altremda, Remda und Breitenheerda.
Mehrere markierte Wanderwege führen vom nahe gelegenen Städtchen Stadtilm zum Gipfel mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Wege sind gut ausgeschildert und ermöglichen Besuchern verschiedener Fitness-Level, den Aufstieg nach ihren Fähigkeiten zu wählen.
Auf dem Gipfel steht ein 169 Meter hoher Sendemast der Sendeanlage Remda, der nach 1990 auf einem Teil des früheren NVA-Geländes errichtet wurde. Der Südhang wurde 1999 auf 264 Hektar als FFH-Gebiet ausgewiesen, mit Kalktrockenrasen, Felsen und kleinen Moorbiotopen.
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