Hubertusburg, Barockes Jagdschloss in Wermsdorf, Deutschland
Hubertusburg ist eine Jagdresidenz in Wermsdorf, Deutschland, die sich mit ihren symmetrisch angeordneten Flügeln und einem zentralen dreigeschossigen Hauptbau in barockem Stil präsentiert. Die Fassade zeigt Sandsteinelemente, Pilaster und Gesimse, während die Innenräume teils erhalten oder restauriert wurden.
August der Starke gab 1721 den Auftrag für den Bau, der ein einfaches Jagdhaus in einen großen Palast verwandelte. Der Siebenjährige Krieg endete hier 1763 mit dem Friedensvertrag zwischen Preußen und Österreich.
Das Schloss ist nach dem heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger, benannt; August der Starke gab den Neubau am Hubertustag, dem 3. November 1721, bekannt. Das letzte Hubertusfest wurde 1755 gefeiert, bevor der Siebenjährige Krieg die Hoffeste beendete. Die Schlosskapelle war der einzige Raum, der bei der Plünderung 1760 verschont blieb.
Das Gelände lässt sich zu Fuß erkunden, wobei die Hauptfassade gut einsehbar ist und einzelne Bereiche zu bestimmten Zeiten zugänglich sind. Führungen bieten tiefere Einblicke in Räume und Kapelle, sofern sie aktuell angeboten werden.
Der Marstall des Schlosses umfasste 240 Stände; eine Rinne im Mittelgang leitete die Gülle durch ausgehöhlte Pfeiler in Schleusen im Untergeschoss. Im rechten Langflügel lag eine Reitschule mit Zuschauerlogen, im zweiten Obergeschoss ein Magazin für Kleidung, Decken und gebrauchte Waffen.
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