Yenidze, Ehemalige Tabakfabrik in Dresden, Deutschland.
Yenidze ist ein ehemaliges Tabakwerk in Dresden mit einer gläsernen Kuppel, das heute als Bürogebäude und Restaurant dient. Der Bau zeigt orientalische Ornamente an den Wänden und einen Schornstein in Form eines Minaretts, der weithin sichtbar ist.
Martin Hammitzsch entwarf das Gebäude für den Unternehmer Hugo Zietz, der Tabak aus dem Osmanischen Reich verarbeitete und die Fertigstellung um 1909 erlebte. Nach dem Krieg wurde die Fabrik zu Büros umgebaut, nachdem sie die Bombardierung weitgehend überstanden hatte.
Der Name stammt aus einer osmanischen Region in Thrakien, die für ihren Tabakanbau bekannt war, und verband Dresdens Fertigungswelt mit orientalischen Märkten. Heute arbeiten Angestellte in Büros unter dem Kuppeldach, während Besucher im Restaurant den Blick über die Stadt genießen.
Der Zugang erfolgt vom Stadtzentrum aus zu Fuß oder mit der Straßenbahn in Richtung Elbufer. Das Restaurant in der Kuppel öffnet abends, und die Büroetagen sind tagsüber nicht öffentlich zugänglich.
Das Gebäude erhielt seinen orientalischen Stil, weil städtische Bauvorschriften Fabrikschornsteine in Wohnvierteln verboten und die Form eines Minaretts als Ausweg diente. Der Architekt nutzte diese Einschränkung, um eine ungewöhnliche Silhouette zu schaffen, die bis heute das Stadtbild prägt.
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