Schnellfahrstrecke Nürnberg Hbf–Erfurt Hbf, Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke zwischen Nürnberg und Erfurt, Deutschland
Die Schnellfahrstrecke zwischen Nürnberg und Erfurt erstreckt sich über 191 Kilometer durch Bayern und Thüringen und umfasst neun Tunnel sowie mehrere Talbrücken für schnelle Direktverbindungen. Die Trasse durchquert bewaldete Mittelgebirge, landwirtschaftlich genutzte Ebenen und mehrere Flusstäler, wobei technische Bauwerke die natürlichen Höhenunterschiede der Landschaft ausgleichen.
Die Bauarbeiten begannen 1996, erlitten jedoch bis 2002 Verzögerungen wegen fehlender Finanzierungsmittel, bevor das Projekt schrittweise fortgesetzt wurde. Die Eröffnung fand im Dezember 2017 statt und vervollständigte damit eine der längsten neu gebauten Bahnstrecken in Deutschland seit der Wiedervereinigung.
Die Strecke verbindet mehrere historische Städte in Franken und Thüringen, die jeweils eigene bauliche und kulturelle Traditionen bewahren. Reisende sehen beim Durchfahren der Täler und Hügel den Wechsel zwischen fränkischen Fachwerkhäusern und thüringischen Waldsiedlungen, der die landschaftliche Vielfalt dieser beiden Regionen zeigt.
Züge fahren mit bis zu 230 Stundenkilometern und verkürzen die Reisezeit zwischen beiden Städten auf rund eine Stunde und zwanzig Minuten. Während der Fahrt wechseln Tunnel und offene Abschnitte rasch, sodass Aussichten auf Wälder und Felder immer wieder durch kurze Passagen unter Bergen unterbrochen werden.
Das Ilmtal-Viadukt misst 1681 Meter und überspannt das Thüringer Becken als eine der längsten Eisenbahnbrücken des Landes. Die Konstruktion ruht auf schlanken Pfeilern, die in regelmäßigen Abständen aus den Feldern ragen und beim Vorbeifahren den Eindruck erwecken, über einer weiten Ebene zu schweben.
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