Reichsbahnbunker Friedrichstraße, Unterirdischer Bunker in Berlin-Mitte, Deutschland.
Der Bunker ist ein fünfstöckiges Bauwerk aus Stahlbeton im Bezirk Mitte von Berlin, das ursprünglich als Luftschutzraum konzipiert wurde. Die massiven Außenmauern steigen ohne Schmuckelemente auf, unterbrochen nur von wenigen rechteckigen Öffnungen, während im Inneren die Grundfläche in zahlreiche kleine Kammern mit niedrigen Decken unterteilt ist.
Karl Bonatz entwarf den Schutzbau 1943 als Luftschutzraum für Reisende der Reichsbahn, die während alliierter Bombenangriffe Zuflucht suchten. Nach dem Kriegsende nutzte die Rote Armee das Gebäude als Gefangenenlager, bevor es später zu einer Lagerhalle und dann zu einer privaten Kunstsammlung umgebaut wurde.
Das Bauwerk dient heute als privater Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst und öffnet in begrenzten Zeitfenstern für Besuchergruppen, die durch mehrere umgestaltete Stockwerke geführt werden. Die ehemaligen Schutzräume zeigen großformatige Installationen und Werke internationaler Künstler, die in einem Dialog mit den massiven Betonwänden und den schmalen Fensteröffnungen stehen.
Der Zugang erfolgt ausschließlich im Rahmen von angemeldeten Führungen, die auf eine begrenzte Teilnehmerzahl beschränkt sind und im Voraus gebucht werden müssen. Die Innenräume haben keine Tageslichtöffnungen und sind über schmale Treppen erreichbar, was bei eingeschränkter Mobilität zu beachten ist.
Eine Residenz aus Glas wurde auf dem flachen Dach errichtet und bildet einen scharfen Kontrast zur grauen Betonmasse darunter. Diese Konstruktion entstand nach dem Jahr 2003 und dient als privater Wohnsitz, der selten in Führungen einbezogen wird.
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