Anhaltisches Theater, Theatergebäude in Dessau-Roßlau, Deutschland
Das Anhaltische Theater ist ein blassgelber Theaterbau mit Flachdach am Friedensplatz in Dessau-Roßlau. Über sechs kannelierten Säulen, hohen Fenstern mit dunklen Scheiben und einer Reihe bogenförmiger Türen, die über eine breite niedrige Treppe erreicht werden, stehen in goldfarbenen Großbuchstaben die Worte „ANHALTISCHES THEATER“ auf der oberen Fassade. Im Inneren fasst der Hauptsaal rund 1100 Zuschauer und beherbergt eine der größten Drehbühnen Deutschlands.
Das heutige Gebäude, entworfen von Friedrich Lipp und Werry Roth, wurde am 29. Mai 1938 als damals größte Bühne nördlich der Alpen mit 1250 Sitzplätzen in Anwesenheit von Adolf Hitler und Joseph Goebbels eröffnet. Beim Luftangriff am 30. Mai 1944 wurde es fast vollständig zerstört. Nach dem Wiederaufbau wurde es 1949 mit Mozarts Die Zauberflöte unter Willy Bodenstein neu eröffnet. 1994 erhielt das bis dahin Landestheater Dessau genannte Haus den Namen Anhaltisches Theater.
Das Theater ist Treffpunkt für Menschen aus der Region, die sich regelmäßig Dramen, Opern und Ballette ansehen. Die Bühne zeigt auch Konzerte und Puppenspiele, die Besucher jeden Alters anziehen.
Das Theater befindet sich am Friedensplatz 1a und ist leicht zu Fuß erreichbar. Besucher sollten sich bei der Planung ihres Besuchs an die aktuellen Öffnungszeiten und Spielpläne halten, um keine Vorstellung zu verpassen.
Im Oktober 2013 wurde das Theater in die Rote Liste Kultur des Deutschen Kulturrates aufgenommen und in Kategorie 2 als gefährdet eingestuft. Der damalige Generalintendant André Bücker kritisierte die Kürzungen des Landeszuschusses öffentlich; sein Vertrag wurde über die Spielzeit 2014/2015 hinaus nicht verlängert.
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