Johanniskirche, Lutherische Kirche im Zentrum von Dessau, Deutschland.
Die Johanniskirche ist ein geosteter, flach gedeckter Saalbau mit querhausartigen Erweiterungen und einem spitzhelmigen Glockenturm im Westen, gestaltet in den Formen des klassizistischen Barock. Sie steht in der Johannisstraße in der Neustadt von Dessau, die wie fast der ganze Straßenzug unter Denkmalschutz steht. Der Innenraum wurde bis 1955 ohne die Barockgestalt wiederaufgebaut.
Das Bauwerk entstand 1702 und wurde nach Kriegszerstörungen 1944 grundlegend umgestaltet. Die vereinfachte Wiederherstellung war 1955 abgeschlossen und prägt die Architektur bis heute.
In der Johanniskirche hängen drei Cranach-Gemälde: Christus im Garten Gethsemane, das Abendmahl und die Kreuzigung. Sie wurden aus der Marienkirche hierher überführt, die seit der Kriegszerstörung nicht mehr als Kirche genutzt wird. Seither ist St. Johannis der zentrale Ort für Festgottesdienste der Evangelischen Landeskirche Anhalts.
Das Gotteshaus ist zentral gelegen und leicht zu Fuß erreichbar, die Innenausstattung ist auf Besucher ausgerichtet. Vor dem Besuch sollte man die aktuellen Öffnungszeiten überprüfen, da Gottesdienste den Zugang beeinflussen können.
Die Orgel von 1990 hat 48 Register verteilt auf drei Manuale und ein Pedal mit mechanischen Spieltischen. Diese Bauweise ermöglicht eine präzise Klangkontrolle, die modernen elektronischen Systemen einen anderen Charakter verleiht.
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