Binger Mäuseturm, Mittelalterlicher Zollturm auf Rheininsel in Bingen am Rhein, Deutschland.
Der Mäuseturm ist ein steinerner Turm auf einer kleinen Insel im Rhein bei Bingen, der im neugotischen Stil mit mehreren Stockwerken und Aussichtspunkten errichtet wurde. Der Bau erhebt sich aus dem Wasser und bildet eine weithin sichtbare Landmarke entlang der Schifffahrtsroute.
Der Turm entstand im dreizehnten Jahrhundert als Zollstation für den Schiffsverkehr auf dem Rhein. Im neunzehnten Jahrhundert erhielt der Bau seine heutige neugotische Form durch einen umfassenden Umbau.
Der Name leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort für Lauern ab und verweist auf die wachsame Funktion des Baus am Fluss. Eine Sage verbindet den Turm mit Erzbischof Hatto dem Zweiten, der der Überlieferung nach von Mäusen verfolgt wurde und hier sein Ende fand.
Der Turm ist nicht öffentlich zugänglich und kann nur von außen betrachtet werden. Aussichtspunkte entlang der Rheinufer in Bingen ermöglichen gute Sicht auf den Bau, besonders bei Schiffsfahrten auf dem Fluss.
Die Umgestaltung im neunzehnten Jahrhundert erfolgte unter Leitung des preußischen Architekten Zwirner, der auch am Kölner Dom arbeitete. Der Turm dient heute als Navigationshilfe für Schiffe auf dem Rhein.
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