Rossel, Künstliche Ruine im Niederwald Park, Rüdesheim am Rhein, Deutschland
Der Rossel ist eine künstliche Ruine im Niederwald Park und besteht aus einem runden Turm sowie einem rechteckigen Gebäudeteil auf einem steilen Felsvorsprung. Von hier aus blickt man auf die Stelle, wo der Rhein und die Nahe zusammenfließen.
Graf Johann Friedrich von Ostein ließ diese künstliche Burgruine 1774 bauen als Teil seiner großen Jagdgründe im Niederwald. Das Projekt stand für die romantische Begeisterung des 18. Jahrhunderts, alte Stile in neuen Bauwerken nachzuahmen.
Das Bauwerk zeigt Merkmale des Barockgartens, wo Ruinen als dekorative Elemente in Parklandschaften eingebaut wurden. Solche künstlichen Altertümer waren bei deutschen Adeligen beliebt, um ihre Grundstücke romantischer und geschichtsträchtiger wirken zu lassen.
Die Ruine ist über die Kabelbahn von Assmannshausen zum Jagdschloss Niederwald erreichbar, danach folgt ein 10-Minuten-Fußweg über gekennzeichnete Wege. Das Gelände ist hügelig, daher sollte man bequeme Schuhe und etwas Zeit für gemütliches Umhergehen einplanen.
Von der Aussichtsplattform kann man drei wichtige Rhein-Sehenswürdigkeiten auf einmal sehen: das Binger Loch, den Mäuseturm und die Ruinen der Ehrenfels. Diese Lage macht es zu einem wertvollen Punkt, um die Rheinlandschaft in ihrer Gesamtheit zu erfassen.
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