Glauberg, Archäologische Stätte in Hessen, Deutschland
Das Glauberg ist eine archäologische Stätte in Hessen mit Gräbern und befestigten Strukturen aus keltischer Zeit, die auf einem Hügel in etwa 280 Metern Höhe liegt. Die Fundstelle umfasst mehrere Hektar mit erhaltenen Erdwällen, Wohnplätzen und zahlreichen Bestattungsplätzen, die das Leben einer eisenzeitlichen Gemeinschaft dokumentieren.
Die Stätte war in der Eisenzeit besiedelt, wahrscheinlich vom 5. bis zum 1. Jahrhundert vor Christus, als keltische Gruppen diese Region beherrschten. Die moderne Erforschung seit dem 20. Jahrhundert hat gezeigt, dass es sich um ein bedeutendes Zentrum handelte, das Handelsnetze in ganz Europa nutzte.
Die Bestattungshügel zeigen, wie wichtig Ahnenverehrung für die keltischen Gemeinschaften hier war, und die Grabbeigaben deuten auf unterschiedliche soziale Ränge hin. Besucher können heute sehen, wie die Hügel die Landschaft prägen und verstehen, welchen Wert diese Menschen ihren Verstorbenen beimaßen.
Der Ort ist zu Fuß über gekennzeichnete Wege erreichbar, und ein Informationszentrum bietet Ausstellungen und Material zum Verständnis der Funde und der keltischen Geschichte. Die beste Zeit zum Besuch ist bei trockenem Wetter, da der Boden sonst rutschig sein kann und die Wege schwer begehbar werden.
Der Ort ist bekannt dafür, dass die Gräber ungewöhnlich viele Statuen und Reliefs keltischer Krieger enthielten, was selten an anderen Orten dieser Zeit gefunden wird. Diese Kunstwerke geben Einblick in die Darstellung von Macht und Identität in der keltischen Gesellschaft dieser Epoche.
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